Bayern sammelt rund 70.000 Handys in zwei Monaten

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit (StMUG) hat im Rahmen der Alt-Handysammelaktion „Handy clever entsorgen“ rund 70.000 Alt-Handys im Freistaat Bayern gesammelt. Die Aktion wurde vom VERE e.V. und take-e-way unterstützt.

Hamburg/München – Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit (StMUG) hat im Rahmen der Alt-Handysammelaktion „Handy clever entsorgen“ rund 70.000 Alt-Handys im Freistaat Bayern gesammelt. Die Aktion wurde vom Verband zur Rücknahme und Verwertung von Elektro- und Elektronikaltgeräten (VERE e.V.) und seinem anerkannten, kollektiven Rücknahmesystem take-e-way unterstützt.

An der Aktion, die im kurzen Zeitraum vom 30. April bis 30. Juni 2012 durchgeführt wurde, beteiligten sich über 2.000 Schulen, 300 Behörden, Landratsämter und Kommunen, rund 120 Krankenhäuser und Hochschulen sowie rund 55 Unternehmen.

Damit war „Handy clever entsorgen“ die bislang erfolgreichste und flächendeckendste Handysammlung, die es je in einem deutschen Bundesland gegeben hat.


Großteil der Alt-Handys von Schülern gesammelt

Der Großteil von 40.000 Handys wurde allein von Schülern der über 2.000 beteiligten Schulen zusammengetragen. Etwa die Hälfte dieser Handys wurde in den Grundschulen, die andere Hälfte wurde in den weiterführenden Schulen gesammelt.

Damit nahmen vor allem die Jüngsten die Aktion sehr gut an, die durch ihr aktives Mitwirken für einen verantwortungsbewussten Umgang mit den Ressourcen für ihr nächstes Mobiltelefon sensibilisiert wurden.


Fast ein Drittel der Handys in Behörden gesammelt

19.000 Alt-Handys wurden allein in Ministerien, Polizei-Dienststellen, Finanzämtern, Hochschulen, Krankenhäusern, Kommunen, Landkreis-Bezirken und anderen Ämtern gesammelt. Das StMUG ging als Schirmherr der Sammelaktion mit sehr gutem Beispiel voran und sammelte in den eigenen Reihen 1.400 Handys ein.


Hohe Sammelquote in Bayerischen Unternehmen

Die rund 55 an der Sammlung teilnehmenden Unternehmen steuerten eine rekordverdächtige Summe von 9.270 Alt-Handys bei. Ein Bayerischer Automobilhersteller hat allein zirka 3.800 Handys bei seinen Mitarbeitern eingesammelt – das ist beispielhaft für gelebte Verantwortung unserer Ressourcen.


2.500 Sammelstellen

In nur zwei Monaten konnten insgesamt 2.500 Sammelstellen in Schulen, Behörden und Unternehmen für die Aktion gewonnen werden. Sie sammelten gemeinsam rund 70.000 Alt-Handys.

Damit half jede Sammelstelle dabei, durchschnittlich 27 Handys aus den Schubladen ihrer ehemaligen Nutzer zu bergen und die Teilnehmer über den Wert der in den Handys enthaltenen Rohstoffe für die kommenden Generationen zu informieren. Insgesamt wurden 5.500 Kilogramm Handys, 1.800 Kilogramm Handy-Zubehör, wie zum Beispiel Ladegeräte, und 1.600 Kilogramm Akkumulatoren recycelt. Acht Prozent der Handys können nach einer aufwendigen Datenlöschung wiederverwendet werden.


Voller Erfolg aus Sicht des VERE-Verbands

Der VERE e.V. und take-e-way begrüßen diese Aktion, weil dadurch das Bewusstsein der kommenden Generationen für eine effiziente Verwertung und ein effektives Recycling geschärft wird. Am Beispiel der Handys werden insbesondere junge Menschen darauf aufmerksam gemacht, dass in elektronischen Geräten viele wertvolle Rohstoffe enthalten sind.

VERE-Vorstand Jochen Stepp sagte heute in Hamburg: „Ich bewundere den Mut und die große Leistung des Bayerischen Umweltministeriums, ohne nennenswerte Unterstützung durch Dritte so viele Menschen für die Rohstoffbewahrung zu begeistern und in nur zwei Monaten rund 70.000 Handys aus den Schubladen der Bürger zu bergen. So viel Engagement verdient unser aller Anerkennung.

Vorschriften zum Recycling nützen nichts, wenn man die Köpfe der Menschen nicht erreicht. Deswegen finden wir die Initiative des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit hervorragend. Sie zielt auf die Schaffung des Bewusstseins ab, dass das Handy von heute viele Rohstoffe für das Handy der nächsten Generation enthält. Aus diesem Grund unterstützten VERE und take-e-way die Aktion.

Aus unserer Sicht ist entscheidend, dass Ministerien wie das StMUG oder jetzt aktuell das Bundesforschungsministerium mit den Schulen, Kommunen, Netzbetreibern, Herstellern, Verbänden und Unternehmen gemeinsam an der Bewahrung der Rohstoffe für unsere Kinder und Enkel arbeiten.

Gerade, dass Behörden, die sonst nur Forderungen stellen, mit positiven Sammelaktionen vorangehen, finden wir hervorragend. Dies ist endlich mal ein schönes Beispiel dafür, dass Aktionen zur Rohstoffbewahrung nicht nur schlecht geredet sondern auch gut gemacht werden können. Jedes Handy, das dadurch vom Bürger abgegeben wird, ist aus unserer Sicht ein voller Erfolg.

Die Aktion ist der erste große Schritt in die richtige Richtung. Deshalb freuen wir uns sehr, dass wir dabei mitmachen durften. Die gesamte Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro für nachhaltige Kommunikation, Eficom, und der Teqport GmbH hat uns ausgesprochen viel Spaß gemacht. Vor allem die professionelle Abwicklung lässt uns für weitere Zukunftsmodelle hoffen.“, so Jochen Stepp weiter.


Über take-e-way

- Gründung 2004 in Hamburg
- Derzeit 13 Mitarbeiter
- Geschäftsführer: Jochen Stepp, Oliver Friedrichs

Geschäftsfelder: Die take-e-way GmbH übernimmt die gesetzeskonforme Umsetzung von Anforderungen und Pflichten gemäß Elektro- und Elektronikgerätegesetz (WEEE/ElektroG), Batteriegesetz (BattG) und Verpackungsverordnung (VerpackV) für Hersteller, Importeure, Großhändler, Einzelhändler und Vertreiber von Elektro- und Elektronikgeräten aus dem In- und Ausland. Mit der innovativen Handelsplattform www.make-e-business.de bietet take-e-way seinen Kunden zudem die Möglichkeit an, die Erfüllung von Umweltgesetzen zur weltweiten Vermarktung zu nutzen.

VERE e.V.: Gemeinsam mit dem 2003 gegründeten Verband zur Rücknahme und Verwertung von Elektro- und Elektronikaltgeräten (VERE e.V.), der mitgliederstärksten Organisation aus Anbietern, Herstellern, Wirtschaftsverbänden und Einzelpersonen bei der Umsetzung des ElektroG in Deutschland, vertritt take-e-way auch auf politischer Ebene die Interessen von über 2.500 kleinen und mittelständischen Unternehmen.


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