Passive Geräte

Kabel, Antennen, Adapter, Klinken und Co. im Anwendungsbereich des Elektrogesetzes (WEEE)

Kabel, Antennen, Adapter, Klinken und Co. fallen ab Mitte 2019 in den Anwendungsbereich des Elektrogesetzes. Somit gelten für diese sogenannten passiven Geräte auch die Anforderungen des Elektrogesetzes – von der Registrierung bis zur Entsorgung.  

Für welche Produkte gilt die neue Regelung?

Mit passiven Geräten sind Geräte gemeint, die elektrische Ströme lediglich durchleiten, ohne gesonderte Funktionen für den Nutzer zur Verfügung zu stellen. Die Änderung betrifft passive Endgeräte, die für einen Betrieb mit Wechselspannung von maximal 1.000 Volt oder Gleichspannung von maximal 1.500 Volt ausgelegt sind.

 

Ausgewählte Beispiele von passiven Endgeräten, die nach der Neureglung in den Anwendungsbereich des Elektrogesetzes fallen.

  • Antenne: Außenantenne, Dachantenne, Dipolantenne, Stabantenne, Teleskopantenne, Wurfantenne, Zimmerantenne
  • Adapter, Klinke, Stecker: Adapter (z. B. Displayport zu HDMI, DVI-HDMI, USB auf Micro-USB), Klinkenadapter (z. B. 6,35 mm auf 3,5 mm), Niedervoltkoppler, Reisestecker, Telefonverteiler, Telefonadapter, Zwischenstecker
  • Buchse, Steckdose für Festmontage bzw. Anbau (z. B. Wand, Boden, Maschine) oder Hutschiene: Antennensteckdose, Antennenanschlussdose, Kraftstromsteckdose, Starkstromsteckdose, Telefondose, Telefonbuchse
  • Fertig konfektionierte Kabel: Audiokabel, Displayportkabel, HDMI-Kabel, Kabeltrommel, USB-Kabel, USB-Verlängerung, Verlängerungskabel
  • Schalter, Taster für Festmontage bzw. Anbau (z. B. Wand, Boden, Maschine) oder Hutschiene: Lichtschalter, Not-Aus-Schalter/-Taster
  • Schmelzsicherung: Feinsicherung, NH-Sicherung, Schmelzsicherung

 

Welche Auswirkungen hat die neue Regelung und was müssen Hersteller, Importeure und Händler jetzt tun?

Durch die Neureglung müssen Hersteller, Importeure und Händler von solchen passiven Endgeräten prüfen, ob sie diese zum ersten Mal in Verkehr bringen und somit allen Pflichten und Anforderungen des Elektrogesetzes nachkommen müssen. Dazu zählt beispielsweise:

  • Die Registrierung der Geräte bei der Stiftung EAR bevor sie angeboten oder verkauft werden.
  • Die Hinterlegung einer Insolvenzsicheren Garantie
  • Die regelmäßigen Mengenmeldungen
  • Die Rücknahme und Entsorgung

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Kennzeichnungspflicht des Produkts. Somit muss auf passiven Endgeräten nun auch beispielsweise die Marke zur Herstelleridentifikation aufgebracht sein.

 

Hinweis
Im Zuge der Registrierung müssen die passiven Endgeräte den Gerätearten der Stiftung EAR zugeordnet werden. Relevant sind die Kategorien

Kleingeräte Großgeräte ITK (IT und Kommunikation)
aufgerollt < 50 cm aufgerollt > 50 cm z.B. Kabel, die Daten transportieren

Warum wurde die bisherige Regelung geändert?

Mit der Neuregelung strebt die Stiftung EAR eine möglichst weitgehende europäische Harmonisierung der Einordnung von passiven Endgeräten an. Denn in vielen europäischen Ländern fallen diese bereits unter die WEEE-Richtlinie.
Doch bei der genauen Umsetzung bestehen in den einzelnen Ländern Unterschiede, die bei der Registrierung von passiven Geräten zu beachten sind. So gibt es beispielsweise in Belgien und Frankreich jeweils eine eigene Kategorie für passive Geräte. In anderen Ländern wie beispielsweise Spanien und Österreich werden sie in der Kategorie „Elektrokleingeräte“ mitgemeldet.

 

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